Zuchtstation BRECHOT: Pyreneischer Berg Hund

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Pyrenäenberghund

Ursprünglicher Name : Chien de Montagne des Pyrénées

Herkunftsland : Frankreich

Primäre Verwendung : Viehherdebeschützer

Derzeitige Verwendung : Gesellschaftshund

Durchschnittliche Lebenserwartung: 2 Jahre

Gewicht : Hund ca. 60 kg, Hündin ca. 45 kg

Größe : Hund 70 - 80 cm, Hündin 65 - 75 cm

Herkunft und Geschichtliches:
Diese Hundrasse kommt von den französischen Pyrenäen her und ist seit jeher als "Patou" genannt.
Diese großen Hunde wurden zur Beschützung von Vieh- und Schafherden vor Dieben, Wölfen und Bären benutzt. Sie waren auch Wächter in den Burgen, Schloßen und an den Stadtmaurern. Zum Schutz gegen Wölfe- und Bärenanschläge  trugen diese Hunde bis zu 9 cm breites Eisenband mit 3 cm langen Dörnern. Über die Herkunft dieser Hundrasse gibt es einige Theorien. Für die erste von ihnen, die darüber erzählt, das der Pyrenäenberghund ein direkter Nachkomme der Tibetischen Dogge ist, gibt es keine überzeugenden Nachweise.  Die zweite Theorie sagt, dass die Vorfahren dieses Hundes aus Mittelasien kommen, vielleicht direkt aus Sibirien, und nach Südwesteuropa gemeinsam mit Kelten kamen.  Eine andere Theorie sieht in „Patou“ nahe Verwandtschaft mit Sanktbernhardhund   und sagt, dass er in die Pyrenäen mit Römern mitgebracht wurde. Die Herkunft bleibt also unklar, sicher ist jedenfalls, dass es sich um eine sehr alte Rasse handelt. Im 17. Jahrhundert wurde „Patou“ ein beliebter Hund der französischen Könige und war in den königlichen Höfen sehr bewundert. Rassereine Zucht begann ende 19. Jahrhundert, als „Patou“ in Pyrenäen nur sehr selten vorkam. Mit der Zeit verlor er nämlich seine Hauptrolle – Überwachung der Herde, denn die Zahl deren Schädlinge – Wölfe und Bären – wurde geringer. Als Pyrenäen ein beliebter Urlaubsort wurden, überging die Zucht in die Hände von Bergleitern. Im Jahre 1863 war „Patou“ auf der ersten französischen Ausstellung vorgestellt. Bekannt wurde er auch dank der Folge Bella und Sebastian.

   
Type/Schläge
Diese Rasse kommt heute in keinen weiteren Variationen vor.

Beschreibung
Der Pyrenäenberghund ist ein imposanter, kräftiger Hund, der trotz seiner Größe über eine bestimmte Eleganz verfügt. Der Kopf ist leicht gewölbt, mit markantem Nackenbuckel und weichem Stopp. Der Riecher ist breit, etwas kürzer als Kopf, mit schwarzer Nase.  Die scharfsinnigen Augen sind eher klein, mandelgeformt, leicht schräg gesetzt, bernsteindunkel gefärbt.  Die kleinen Stumpfohren sind in der Augenhöhe gesetzt, haben dreieckige Form und hängen flach längs des Kopfes. Bei Aufregung sind sie etwas höher getragen. Der Körper ist mildlang, mit breitem und langem Brutkorb, langem und festem Rücken, breitem Hahn, mittellangen Lenden und leicht abgeschrägtem Hinterteil. Das Becken ist ziemlich erhoben. Der lange Schwanz reicht bis zu den Fersen. In Ruhe wird er nieder getragen, mit hochgebogenem Ende; bei Aufregung hebt ihn der Hund hoch und     dreht ihn über dem Rücken.

Fell und Haarfarbe

Das Haar ist dick und glatt, lang und weich, mit sehr dickem Unterhaar. An der Hals ist das Haar länger und kann leicht wellig sein, ebenso wie am Schwanz, wo das Haar fransengeformt ist. Auf den Höschen ist das Haar sanfter, voller und sehr dick. Die Haarfarbe ist weiß oder weiß mit grauen, hellgelben oder orangefarben Zeichen auf dem Kopf, Ohren und Schwanzwurzel. Manchmal kommen die Zeichen auch am Körper vor.

Wesen
Der Pyrenäenberghund hat sehr freundliche und absolut konfliktlose Natur. Er ist ein sehr gutmütiger, ruhiger und sensibler Gefährte.

Gesellschaftliche Charakteristik
Der "Patou" liebt die ganze Familie, der er zugehört. Er braucht im ständigen Kontakt mit Menschen zu sein und die Liebe zu fühlen. Er kommt sehr gut auch mit anderen Hunden aus, hat keine Ambitionen, Führer der Meute zu sein, sodass es zu keinen Konflikten kommt. Auch mit anderen Tieren, sogar Katzen verträgt er sich gut und freundet sich leicht an.

Beziehung zu Kindern
Wegen seiner freundlichen und konfliktlosen Natur ist der Pyrenäenberghund ein guter Freund und Gefährte für Kinder, die er liebt und ihnen nie etwas Übles antut.

Erziehung
Die Erziehung dieser Hundrasse ist nicht sehr anspruchsvoll. Wie bei anderen Rassen, ist es auch hier wichtig, frühzeitig zu beginnen und konsequent vorzugehen, weil man auch in diesem Fall auf eine bestimmte Hartnäckigkeit anstoßen kann. Wichtig ist jedoch sensitive Behandlung.  Der Pyrenäenberghund kommt auch einigermaßen mit einer komplizierten Dressur zurecht. 

Zucht
Der Hauptgrundsatz bei der Führung des Pyrenäenberghundes ist, dass er so früh wie möglich Kontakt mit der Familie anknüpft. Der Kontakt mit seinem Züchter ist für seine psychische Entwicklung sehr wichtig. Auf keinen Fall kann dieser Hund ständig in einem Nestraum gehalten werden, ohne eine Möglichkeit zu haben, öfters mit seinem Züchter und anderen Familienmitglieder in Berührung zu kommen. Er kann in allen Jahreszeiten draußen wohnen.  
Bewegung
Der Pyrenäenberghund braucht genügende Bewegung nicht nur bei kurzen Spaziergängen an der Leine. Man sollte ihm auch freie Bewegung im Freien gönnen.

Sorge
Das lange weiße Fell benötigt keine besondere Sorgfältigkeit. Sogar muss er nicht oft gebadet werden.  

Hütefähigkeiten
Die ausgezeichneten Hütefähigkeiten hat sich der Pyrenäenberghund bis heute bewahrt. Er hütet sein Territorium sehr wachsam und schützt es vor den unerwünschten Besuchern.


Krankheiten
Diese Hundrasse leidet an keine Erbkrankheit.

Besonderheiten
Für eine der Besonderheiten kann man der Unterschied zwischen seinem Benehmen im Kontakt mit seinem Züchter und bei der Hütung seines Territoriums halten. Das „Lamm“, das sich von jedermann in der Anwesenheit des Züchters streicheln lässt, ändert sich in einen weißen Alarm, der mit  gefletschten Zähnen und polterndem Bellen droht, wenn jemand seinen Platz ohne Anwesenheit des Züchters zu betreten wagt.


Nachwort für künftige Züchter
Wenn Sie sich einen Pyrenäenberghund besorgen, gewinnen Sie einen schmeichelnden, anspruchslosen Gefährten, tollen Hüter und wunderbaren Kameraden für die ganze Familie. 

 


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